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Diese Kosten fallen in einem Fuhrpark an

Unterhält ein Unternehmen mehrere Fahrzeuge oder sogar einen größeren Fuhrpark, fallen zwangsläufig jede Menge Kosten an. Wer hier sparen will, muss einen genauen Überblick darüber behalten, in welche Bereiche das Geld überhaupt fließt. Diese Zahlen werden im Rahmen einer Kostenträgerrechnung festgelegt. Im Fuhrparkmanagement wird dazu zwischen Fixkosten und variablen Kosten unterschieden.

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Fixkosten im Fuhrpark

Als Fixkosten werden jene Kosten bezeichnet, die auch dann entstehen, wenn das Fahrzeug nicht bewegt wird. Sie sind dementsprechend nicht von den zurückgelegten Kilometern, also dem Beschäftigungsgrad des Fahrzeugs, sondern vom Nutzungszeitraum abhängig. So kann man beispielsweise die Fixkosten pro Jahr festlegen. Keinesfalls sollten Sie hier annehmen, dass Fixkosten statisch sind und immer gleich bleiben — sie sind lediglich laufleistungsunabhängig.

Die gängigsten Fixkosten

  • zeitabhängige Abschreibung
  • Leasingrate
  • Personalkosten
  • Prämien und Spesen
  • Kfz-Steuer
  • fixe Autobahngebühren (z.B. Vignetten)
  • Versicherungen (z.B. Kfz-Versicherung, Haftpflichtversicherungen)
  • Kreditzinsen
  • kalkulatorische Zinsen
  • Kfz-Prüfkosten
  • Prüfkosten der Zusatzkosten ( z.B. Erste-Hilfe-Kasten, Feuerlöscher)
  • Garagen Mietkosten
  • fahrzeugbezogene Rüstzeitkosten

Variable Kosten im Fuhrpark

Variable Kosten sind im Gegensatz dazu laufleistungsabhängig. Das bedeutet, dass Kosten je nach Fahrzeugnutzung und Kilometerleistung variieren. Dennoch gilt: Auch bei den variablen Kosten ist der Verbrauch nicht unbedingt proportional zu den gefahrenen Kilometern. Es kommt letztendlich auch auf den Fahrzeugtyp an.

Die gängigsten variablen Kosten:

  • leistungsabhängige Abschreibung
  • Kraftstoffkosten (betriebseigene Betankung oder Fremdbetankung)
  • Öl/ Schmierstoffe
  • Reifen
  • Reparatur
  • Kfz-Wartungskosten und Wartungskosten der Zusatzausrüstungen
  • kilometerabhängige Autobahnnutzungsgebühren (z.B. Mautkilometer)

Mischkosten im Fuhrpark

In der Praxis ist es möglich, dass Kosten sowohl fix als auch variabel sind. Ein Beispiel wäre der Wertverlust eines Fahrzeugs, bei dem der Faktor Zeit und die Kilometerlaufleistung gleichermaßen eine Rolle spielen können. In der Regel werden diese Kosten jedoch eher den Fixkosten zugeordnet.

Darum ist die Trennung zwischen variablen Kosten und Fixkosten so wichtig

Die Aufspaltung der Gesamtkosten in Fixkosten und variable Kosten ist nicht nur wichtig, um den Überblick zu behalten, sondern auch eine wichtige Grundlage für die Kostenträgerrechnung. Es kann konkret kalkuliert werden, wie viel ein Einsatz mit einem bestimmten Fahrzeug kosten wird. Dies kann zum Beispiel nützlich sein, wenn Sie einem Kunden ein Angebot unterbreiten wollen oder aber auch, wenn einer Ihrer eigenen Mitarbeiter auf eine Dienstreise muss und das günstigste Verkehrsmittel gewählt werden soll. Sie können ermitteln, wann der Umsatz, der mit einer Fahrt gemacht wird, die Fixkosten und die variablen Kosten deckt, und wann Gewinn erzielt wird. In der Wirtschaft nennt man die Ermittlung dieses Punkts auch die „Break-Even-Analyse“.

  

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